François Boucq

François Boucq

François Boucq wird am 28. November 1955 in Lille geboren.

1974 beginnt Boucq seine Karriere als Zeichner politischer Karrikaturen in diversen Magazinen wie Le Point, L’Expansion, und Matin de Paris. Im darauf folgenden Jahr veröffentlicht er auch im Mormoil, während er sich gleichzeitig dem Wiederaufleben des Karnevals in Lille widmet. Für kurze Zeit wendet er sich nun vom Zeichnen ab.

1978 erscheinen im Comicmagazin Pilote seine ersten Cornets d’humour (welche acht Jahre später unter dem Titel La vie, la mort et tout le bazar als Album wiederaufgelegt werden), für dessen Story/Szenario sein Freund Philippe Delan verantwortlich ist. Fluide glacial veröffentlicht im Jahr 1980 Boucqs und Pierre Christins Les Leçons du Professeur Bourremou (dt. Die Lektionen von Prof. Weichbirne), gefolgt von den ersten Abenteuern von Rock Mastard (wieder in Zusammenarbeit mit Philippe Delan). Zu diesem Zeitpunkt ist Boucq noch sehr von Alexis beeinflusst, einem Meister des absurden Humors.

1983 orientiert sich Boucq neu. Von nun an zeichnet er für das Journal A SuivreKurzgeschichten, in denen seine zeichnerischen Vorlieben deutlich zu Tage treten. Es zeigen sich Ähnlichkeiten zu Gotlib oder Goossens, sei es nun in der Farbwahl, der Perspektive oder der Erzählweise. Außerdem werden die folgenden Geschichten von Boucq veröffentlicht: Les Pionniers de l’Aventure humaine (dt. Die Pioniere des menschlichen Abenteuers), welche ihn in der Comicwelt endgültig berühmt macht, außerdem Point de fuite pour les bravesLa Pédagogie du Trottoir und La Désiroire effervescence des comprimés (dt. Star in der Manege der Leidenschaften). Einer der Charaktere aus diesen Alben, ein gewisser Jérôme Moucherot (dt. Horst Katzenmeier), wird schließlich im Jahr 1993 durch Les Dents du Recoin (dt. Horst Katzenmeier in der 5. Dimension) zum Star.
Für La Désiroire effervescence des comprimés wird er in Charleroi ausgezeichnet mit dem Preis für das beste Album und dem Prix RTL für den besten Comic.

1984 begegnet François Boucq dem amerikanischen Schriftsteller Jerome Charyn. Aus dieser Bekanntschaft resultieren zwei Erzählungen, La Femme du Magicien (dt.Die Frau des Magiers), welche zwei Jahre später auf dem Comicfestival in Angoulême den Preis für das beste Album erhält, und Bouche du Diable (dt. Teufelsmaul).

Zusammen mit Alexandro Jodorowsky beginnt Boucq im Jahr 1991 die mystisch-fantastische Trilogie Face de Lune (dt. Mondgesicht).

1992 arbeitet Boucq für kurze Zeit bei Antenne 2. Ein Jahr später kehrt er wieder zum Comic und seinem Genre Humor zurück und veröffentlicht das Album Un Point c’est tout, nach einer Vorlage von Karim. 1994 folgt Du Ventre de la Bête, ein Reisetagebuch aus New York von Jerome Charyn.

Neben seiner Tätigkeit für diverse Zeitschriften und Magazine zeigte Boucq sein erstaunliches Talent außerdem in Werbetätigkeiten (insbesondere für das Granit-Theater, wofür er 1998 in Angoulême den „Alph’Art“ für Kommunikation erhielt), in Gemeinschaftswerken verschiedener Künstler (La Bande à Renaud, Les Pires NoelsLe Violon et l’Archer, La Bibliothèque fantastique oder Sales petits Contes) und in dem Kurzfilm Mea Culpa, der einem seiner Comics entsprang und in einer Vorpremiere 1998 in Angoulême gezeigt wird. In der Zeitschrift A Suivre fügt er 1994 seinem Zeichen-Universum noch eine weitere Dimension hinzu. Er kreiert eine Reihe Kurzgeschichten, in denen er auf gewohnt humoreske Weise den Tod zum Thema macht (La mort et Lao Tseu).

Im Januar 1998 wird Boucq von seinen Künstlerkollegen geehrt und wird Mitglied der „Académie d’Angoulême“. Er erhält für sein Gesamtwerk den „Grand Prix de la Ville“, was ihn zum Obmann der folgenden Preisverleihung 1999 macht.

2001 tut sich Boucq wieder mit Jodorowsky zusammen. Diesmal versuchen sie sich in einem neuen Genre, dem Western. Die Western-Reihe Bouncer ist geboren.

François  Boucq ist außerdem verantwortlich für ein Buch zum Thema „Klima“, welches von Greenpeace und Glénat im Februar 2005 herausgegeben wurde, womit er deutlich sein ökologisches Bewusstsein zum Ausdruck bringt.

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